DER FC EDA IST MEISTER!
In einer Vorstellung, über die man noch jahrelang sprechen wird, lieferte der FC EDA die perfekte Meisterschaftsleistung ab und demontierte den SV Eisenbahner Bern mit 10:0 um damit den Ligatitel auf eindrucksvolle und unwiderstehliche Weise zu sichern. Das war kein gewöhnlicher Sieg. Das war eine Krönung.
Beide Mannschaften begannen auf Augenhöhe und hatten in den Anfangsminuten etwa gleichviel Ballbesitz, ohne dass eine Seite sofort die Oberhand gewann. Kurzzeitig fühlte es sich wie ein ausgeglichenes Duell an. Diese Illusion hielt nicht lange an.
In der 7. Minute brach Reto den Bann und verwandelte einen Assist von Ronny mit einem sauberen Abschluss, der die frühe Nervosität sofort verschwinden liess. Zwei Minuten später war das Spiel praktisch schon vorbei. Ronny fing einen schlampigen Pass des Gegners in der eigenen Hälfte ab, schaute einmal kurz auf und lief direkt auf die Eisenbahner Abwehr zu, bevor er eiskalt vollendete. Zwei Tore in drei Minuten. Der FC EDA hatte bereits den Autopiloten eingeschaltet.
Die Eisenbahner zeigten ein kurzes Lebenszeichen, als ein gefährlicher Abschluss in der 11. Minute knapp am Tor vorbeiging. Unsere Abwehr hatte für einmal für einen kurzen Moment geschlafen. Zwei Minuten später fischte EDA’s Torhüter einen ambitionierten Fernschuss sicher aus der Luft. Doch alle Gedanken an eine Aufholjagd wurden umgehend begraben, als wir sofort nach vorne stürmten und Gazi durch mehrere Gegenspieler tanzte, bevor er knapp am Tor vorbeischoss.
Die 19. Minute brachte eine der schönsten Spielszenen der gesamten Saison. Gazi und Zierski wechselten sich in einem blendenden Kombinationsspiel ab, dass die Eisenbahner im Mittelfeld wie Statisten aussehen liess, bevor Zierski zu einem freien Abschluss kam, welcher nur durch einen glücklichen Reflex des Torhüters gestoppt werden konnte. Das nächste Tor lag in der Luft.
In der 23. Minute hatte EDA die vollständige Kontrolle übernommen und ließ die Gegner kaum noch an den Ball. In der 24. Minute nahm Ronny den Ball mit exquisiter Ballkontrolle an, zog den Torhüter aus seinem Tor und erzwang zwei bemerkenswerte Paraden. Eine Szene, welche an einem anderen Abend zum Tor führt.
Eine Minute später war es dann so weit. Zierski erkämpfte sich den Ball, zog zielstrebig auf das Tor zu und schloss mit seinem schwächeren Fuß ab. Ein Tor, dass alles über seine Selbstsicherheit und Klasse an diesem Abend zeigte. 3:0.
Die Eisenbahner waren in der 26. Minute dem Anschlusstreffer am nächsten. Der gefährlichste Moment für unsere Defensive im gesamten Spiel. Doch es blieb folgenlos. Unsere Antwort liess nicht auf sich warten. Zierski wurde zum Vorbereiter und legte für Ronny auf, der die Chance ohne Zögern zum 4:0 verwertete. In der 34. Minute steuerte dann Larry seinen Beitrag bei und vollendete einen weiteren präzisen Zierski-Pass. Wir gingen mit einem außergewöhnlichen 5:0-Vorsprung in die Kabine.
Falls die Eisenbahner auf eine ruhigere zweite Halbzeit gehofft hatten, wurde ihre Hoffnung bitter enttäuscht. Wir kamen mit derselben Spielfreude und derselben Intensität zurück.
Werner meldete sich in der 3. Minute der zweiten Halbzeit, kam am Ende einer flüssigen EDA-Kombination an den Ball und ließ einen donnernden Schuss los, der dem Torhüter eine brillante Parade abverlangte. Der Keeper wurde rasch zum meistbeschäftigten Mann auf dem Platz. Larry kam in der 6. Minute mit einem Schuss der an Wucht nichts vermissen liess, nahe an den nächsten Treffer. Ronny schoss in der 10. Minute über das Tor. Eine seltene Ungenauigkeit bei einer ansonsten makellosen Vorstellung.
Dann brachen wirklich alle Dämme. Gazi traf in der 11. Minute nach einem Ronny-Assist zum 6:0. Vier Minuten später, nachdem EDA tief in der eigenen Hälfte den Ball erobert hatte, startete Ronny einen kraftvollen Lauf über die halbe Spielfeldlänge, bevor er Gazi im Strafraum fand, der zum 7:0 einschob. ein Tor, das die unermüdliche Energie des gesamten Teams wiederspiegelte.
Gazi war noch nicht fertig. Eine Minute später nahm er einen Zierski-Pass an, überwand einen Verteidiger und erzwang erneut eine starke Parade des Torhüters. In der 18. Minute kam er abermals gefährlich nahe vor’s Tor und wieder konnte der Keeper den zu erwartenden Treffer verhindern. Währenddessen zauberte Gianni im Mittelfeld, tunnelte einen Verteidiger und feuerte einen Schuss aus der Distanz ab, der an den Pfosten klatschte.
Der gespielte Fußball war atemberaubend.
In der 20. Minute produzierte Zierski womöglich das Tor des Abends. Er dribbelte an drei Gegenspielern einschließlich des Torhüters vorbei, bevor er selbstlos für Ronny querlegte, der zum 8:0 einschob. In der 22. Minute spielte Patrick dann einen perfekten Pass durch die Abwehr der Eisenbahner und Ronny vollendete die Aktion.
Mit noch fünf Minuten auf der Uhr nahmen wir gnädig den Fuß vom Gas. Liessen den Ball laufen und genossen den Moment. Die Meister spielten wie Meister. Die Eisenbahner hörten nie auf zu kämpfen und arbeiteten sich zu einem Torabschluss vor, den Heubi sicher abwehrte.
Doch das letzte Wort gehörte Werner, der in der 35. Minute eine dominante Mannschaftsleistung krönte und einen Zierski-Pass zum 10:0 verwandelte. Der Schlusspfiff ertönte. Der Titel war gewonnen.

