Es ist Freitagabend, die Woche ist geschafft und herrliches Fussballwetter legt die Basis für einen potenziell erfolgreichen Abend. Heute sind wir zu Gast bei den Strada Kurieren, die ihre Heimspiele auf der legendären Bodenweide im bernischen Bümpliz austragen. Vor dem Anpfiff senden wir noch einen Gruss an Carlos, der im letzten Spiel aufgrund einer schweren Knieverletzung seine Karriere wohl leider für immer beenden musste.
Die EDAler starten mit einer aggressiven Pressingstrategie, sodass es dem Gegner im Aufbau kaum gelingt, das Mittelfeld zu überwinden. Wenn es dann doch einmal vereinzelte Vorstösse gibt, steht unsere Abwehr hellwach bereit. So reussiert beispielsweise Marian, der mit vollem Einsatz ein Sprintduell gewinnt und den Ball klärt, bevor er auf dem Gesicht wieder auf 0 km/h abbremst.
Das Pendel schlägt bezüglich Spielanteilen und Chancen klar zugunsten der Rot-Weissen aus. Doch wie schon in den letzten Partien fehlt es auf den letzten 20 Metern am nötigen Torhunger und Killerinstinkt, sodass vor dem Tor von Strada keine echte Dominanz spürbar wird. In der zweiten Halbzeit scheinen die Kräfte aufgrund der hohen Temperaturen auf beiden Seiten nachzulassen – bei den EDAlern jedoch in weniger grossem Ausmass. Der FC EDA kommt nun immer häufiger zu Chancen, vergibt diese aber leichtfertig.
Erst die Einwechslung von Spielertrainer Nobs (alias Gix) leitet die erlösende Aktion ein: Er spielt einen sauberen Pass auf João, der den Ball aus 10 Metern kompromisslos und platziert versenkt. Keine zehn Minuten später tritt der FC Strada jedoch einen Freistoss aus dem Halbfeld, der wie in Zeitlupe über die Köpfe der – im Schnitt leider etwas kleineren – EDA-Spieler segelt, bis ein gegnerischer Akteur den Ball ins Tor ablenkt. Auch danach versucht der FC EDA weiterhin, den Sieg zu erzwingen. Es mangelt jedoch nach wie vor an der nötigen Kaltblütigkeit im Abschluss.
Somit endet die Partie 1:1. Dem FC EDA gelingt damit das erste Tor und der erste Punkt der Saison – ein Resultat, auf dem sich definitiv aufbauen lässt!
– Luca Cecchini

