Rückblick aufs Trainingslager in Frankfurt, März 2026

Vor dem kommenden Rückrundenstart am Freitag blicken wir noch zurück auf das absolvierte Trainingslager im März in Frankfurt:  

Am Donnerstag zu früher Stund‘ machten wir uns mit dem ICE 374 auf in Richtung Frankfurt am Main. Zur Überraschung aller verpasste keiner den Zug – selbst die notorischen Zuspätkommer waren allesamt mit an Bord. Wir bevölkerten verschiedene Wagons und dösten vor uns hin oder entspannten uns vor unseren Handybildschirmen. Es galt Kräfte zu sparen, auf uns warteten 3 ereignisvolle Tage.

Nach Ankunft im Hotel ging es gleich los in Richtung Sportplatz. Dort gaben wir alles und spielten eine intensive Einheit samt Trainingsspiel. Ein Ball, welcher weit hinter Christian’s Tor landete, musste Oli nach der Einheit sogar von einer „zwielichtige Gestalt“ zurückerobern. Diese hatte kurzer Hand den Ball in ihren Einkaufswagen (!) im Sportpark verfrachtet und sich damit versucht aus dem Staub zu machen.

Abends nahmen wir nach einem langen Tag unsere wohlverdiente Mahlzeit im Restaurant Depot 1899 ein. Cornelius, in guter alter EDA Tradition, hatte Geburtstag und wurde mit einem Nachtisch und Ständchen geehrt. Unter dem Einfluss einiger Gerstensäfte diskutierten wir munter über die Zukunft des FC EDA. Von einem FC EDA Feminino bis zu einem Trainingslager in Nairobi, der Heimat des Geburtstagskindes Cornelius – keine Idee war ausser Reichweite.

Am Freitag wartete ein volles Programm auf uns: Am Morgen ging es auf dem Trainingsplatz abermals gut zur Sache. Glückliche Gewinner des Trainingsspiel waren das Team um Alex, Joao & Co. Am Nachmittag machten wir uns auf zum Waldstadion. Dort angekommen drehten wir erst einmal orientierungslos eine unfreiwillige Ehrenrunde um das Stadion bevor wir schliesslich den richtigen Eingang entdeckten. Sogar Raphael und Flo, welche den Ausstieg aus der S-Bahn verpasst hatten und zu weit fuhren, fanden den Eingang des Stadions vor dem Rest der Gruppe. Im Stadion wohnten wir dann einer interessanten Führung bei und setzten uns unter anderem auf den Kabinenplatz von Mario Götze – welch eine Ehre für den Weltmeister!

Vom Stadion ging es direkt zur Residenz des Schweizer Generalkonsuls Erik Jakob. Dieser lud uns zu einem Apéro ein und gab uns interessante Einblicke in seine Arbeit in Frankfurt und der Region. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die nette Einladung! Danach machten wir uns in einer Flotte von Uber-Taxis auf zur Tipico Sportsbar, schliesslich spielte die Schweiz gegen Lokalmatador Deutschland. Raphael setzte ganze 6 Franken auf ein 3:3 und wurde fast für seinen Mut mit einem Gewinn von über 300CHF belohnt. Erst Florian Wirtz machte mit seinem 4:3 in der 85. Minute alle Träume Raphaels zu Nichte. Verständlicherweise konnte letzterer seine Emotionen kaum bändigen, auch eine Ermahnung des strikten Kellners half nur bedingt.

Am Samstag machten wir uns bei Nieselregen ein letztes Mal auf nach Neu-Isenburg zum Trainingsgelände. Dort angekommen trafen wir auf zwei fussballbegeisterte Mütter, welche enthusiastisch Ihre auf dem Nebenplatz kickenden Sohnemänner anfeuerten. Als Sie uns erblicken befanden Sie fröhlich, dass nun auch „endlich die Muttis etwas zu gucken haben.“ Ob ernst gemeint oder nicht, dies war selbstverständlich ein willkommener Moralboost für uns rüstige Mitt-Dreissiger (bzw. Teenager im Falle von Moritz). Im Spiel gegen eine Rumpftruppe der Lufthansa wuchsen Aron direkt unter der Anflugschneise des Frankfurter Flughafens Flügel. Er erzielte nicht weniger als drei Tore und verhalf dem FC EDA zu einem knappen Sieg. Jedoch sei anzumerken, dass wir die Lufthanseaten in einem geschickten Schachzug entscheidend sabotierten, indem wir ihnen einige unserer Spieler ausliehen.

Den Samstagnachmittag verbrachte jeder auf seine Weise. Von Pizzarias über Thai-Massagestudios zu Souvenirländern – kein Ort in der Frankfurter Innenstadt war vor uns sicher. Abends trafen wir uns dann zu bester Hausmannskost in der Apfelweinwirtschaft Wagner. Dort stellten einige von uns Ihre ausgeprägte Trinkspielerfahrung unter Beweis und kosteten entsprechend ausgiebig vom Pfirsichlikör (oder vom „Beach-liqueur“, wie unserer portugiesischer Sunnyboy Joao zu betonen wusste). Das Highlight war jedoch Moritz‘ verdutzter Gesichtsausdruck, als auf einmal das ganze Restaurant ihm ein Geburtstagsständchen sang und einen Nachtisch überreichte – Für einen Moment verstand er die Welt nicht mehr und nahm nur zögerlich die auf ihn einprasselnden Glückwünsche entgegen.

Nachdem Moritz seine Fassung wieder erlangt hatte machten wir uns beschwingt in mehreren Gruppen auf in das Frankfurter Nachtleben und schlossen das, wie immer sehr gelungene, Trainingslager mit einem feucht-fröhlichen Abend ab – Herzlichen Dank an dieser Stelle an das Organisationskommittee des Trainingslagers für die tadellose Arbeit.

Am Sonntagmorgen fanden wir uns alle, vollzählig, am Frankfurter Hauptbahnhof ein und traten die Rückreise an. Während einige von uns mit Ihrem Kater, oder im Falle Larrys, ihrer Erkältung zu kämpfen hatten, träumten andere bereits wieder von der nächste Ausgabe des Trainingslagers – sei es nun im fernen Nairobi oder, wahrscheinlich etwas realistischer, in vertrauteren Gefilden.

Text von Marian Schulte